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Worum geht’s?

Alle Lebewesen streben danach, ihr innewohnendes Potenzial bestmöglich zu entfalten.
Wenn unbeeinträchtigt, führt dies zur Entstehung eines in sich stimmigen Selbst aus Körper und Geist. Mit diesem nehmen wir uns selbst und unsere Umwelt wahr, wir verarbeiten die aufgenommenen Informationen und handeln daraufhin bestmöglich, unserem Wesen entsprechend.

Alle Entwicklungsverläufe vollziehen sich auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig.
Ist nur ein Teilbereich des ursprünglichen Entwicklungsplans beeinträchtigt, so zieht dies sehr unterschiedliche Konsequenzen nach sich.

Autismus entsteht durch eine frühzeitige Störung in der Schwangerschaft.
In Folge verläuft die gesamte weitere Entwicklung qualitativ anders und mit großen Unterschieden, abhängig von der Stärke und dem Zeitpunkt der Beeinträchtigung. So organisieren sich beispielsweise Gehirnfunktionen und selbst die Hirnanatomie oftmals untypisch.

Die hirnphysiologische Ursache von Autismus wird in Diskussionen oft übersehen. Wenn wir diese aufgreifen und mit anderen Theorien, z.B. zur frühkindlichen Entwicklung und zur frühkindlichen Kommunikation, zur Arbeitsweise des Gehirns oder zum Aufbau von Wissen, verzahnen, so eröffnet sich ein neuer Blick: manches, was bislang bestenfalls zwischen merkwürdig, unerklärlich oder skurril rangierte, erfährt nun eine Wertschätzung und Würdigung als ungewöhnlich, besonders und in jedem Falle als kompensierend!

Die Anzahl der Kinder, die als autistisch bezeichnet werden, steigt rasant und es ist mein Anliegen, die Gründe hierfür weiter zu erforschen.