Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist
Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
Victor Hugo
Victor Hugo
Die Lebensqualität von Menschen aus dem Spektrum zu verbessern, ist mein Ziel.
Dies realisiere ich durch Wissensvermittlung über Autismus einerseits und über die Anleitung einfacher Bewegungsübungen aus dem Bereich der Reflexintegration andererseits.
Alle Lebewesen streben danach, ihr innewohnendes Potenzial bestmöglich zu entfalten.
Wenn unbeeinträchtigt, führt dies zur Entstehung eines kohärenten Selbst aus Körper und Geist. Mit diesem nehmen wir uns selbst und unsere Umwelt wahr, wir verarbeiten die aufgenommenen Informationen und handeln daraufhin bestmöglich, unserem Wesen entsprechend.
Jeder Mensch ist ein vielschichtiges System und folgt in seiner Entwicklung logischen Gesetzmäßigkeiten. Dabei vollziehen sich alle Entwicklungsverläufe gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen. Ist nur ein Teilbereich des ursprünglichen Entwicklungsplans beeinträchtigt, so zieht dies Konsequenzen in unterschiedlichen Bereichen nach sich.
Eine Beeinträchtigung in der frühen Schwangerschaft wird als eine mögliche Ursache von Autismus betrachtet. In Folge verläuft die gesamte weitere Entwicklung grundlegend anders und mit großen Unterschieden zum neurotypischen Verlauf, abhängig von ihrem zeitlichen Auftreten und ihrer Stärke. So organisieren sich beispielsweise Gehirnfunktionen und selbst die Hirnanatomie oftmals untypisch. Dies resultiert in einem breiten Spektrum verschiedenster Fähigkeiten einerseits und unterschiedlicher Beeinträchtigungen andererseits.
Greifen wir die hirnphysiologische Ursache von Autismus auf und verzahnen sie mit anderen Theorien, z.B. zur frühkindlichen Entwicklung oder zur frühkindlichen Kommunikation, zur Arbeitsweise des Gehirns oder zum Aufbau von Wissen, so eröffnet sich ein ganz neuer Blick: Manches, was bislang merkwürdig oder unerklärlich erschien, kann nun als persönlich sinnhafte und systemische Entwicklung unter erschwerten Bedingungen verstanden und gewürdigt werden.
Mit diesem umfassenden Verständnis unterstützen wir Menschen aus dem Spektrum gezielt in ihrer Entwicklung.
Kurt Lewin
Für Menschen aus dem Autismus-Spektrum und ihre Angehörigen, Fachkräfte aus dem Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich und Studierende dieser Felder biete ich Vorträge und Seminare an. In diesen hebe ich verschiedene Ebenen und Bereiche der individuellen Entwicklung beim neurotypischen und beim autistischen bzw. neurodivergierenden Verlauf hervor und erläutere sie. Eine Gegenüberstellung der beiden samt einer anschließenden zeitlichen Einordnung ermöglichen es, die Herausforderungen von Autisten ursprünglich auf neuronaler Ebene zu verstehen.
Praktisch ergänze ich dieses Wissen durch die Anleitung einfacher Bewegungsübungen zur Integration bestehender frühkindlicher Reflexe, einer häufigen Begleitsymptomatik. Dies wirkt sich positiv auf die Regulation der Emotionen, die Wahrnehmungsverarbeitung und auf die Motorik aus.
Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Gebiet der Ernährung runden mein Vortragsangebot ab.
Mit meinen Vorträgen wende ich mich an Fachkräfte und Laien gleichermaßen. Sie sind in allgemein verständlicher Sprache ausgearbeitet und durch Grafiken anschaulich unterlegt. Sie dauern ca. 60 bis 90 Minuten einschließlich Zeit für Fragen und eine Aussprache. In den halb- oder ganztägigen Fortbildungen greifen wir unterschiedliche Aspekte des Themas auf und vertiefen sie.
Meine Wissensvermittlung passe ich individuell Ihren Fragen an. Praxisbeispiele sind sehr willkommen, zur Vorbereitung benötige ich eine kurze Beschreibung der jeweiligen Situation.
Mein Honorar richtet sich nach der Länge der Veranstaltung sowie der Anzahl der Teilnehmer:Innen. Gerne vereinbare ich es bei Anfragen mit Ihnen persönlich.
Darüber hinaus biete ich Einzelförderungen oder individuelle Beratungen an.
Martin Buber
Beim Schulpraktikum in einer Tagesförderstätte traf ich erstmals einen Autisten und er weckte meine Neugier. 
Warum Autisten anders sind, konnte mir jedoch damals niemand sagen.
Während meiner Zeit in der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Garvald sammelte ich zahlreiche praktische Erfahrungen im gemeinsamen Alltag mit autistischen Jugendlichen und lernte viele sog. autistische Qualitäten zu schätzen.
Mein Studium im Fach der Behindertenpädagogik in Bremen war wohl meine größte Reise: Ich lernte über die Selbstorganisation lebender Systeme, deren Grundlage ein aktiv-dynamischer Entfaltungsansatz bildet. Eng verbunden hiermit ist das Wissen um „Selbst“ und „Anderer“, ebenso, wie der Dialog die Voraussetzung jeglicher Entwicklung darstellt. Dieses Wissen führte zu einer neuen und umfassenden Sichtweise von Autismus, zu einem Verständnis der ursprünglichen Schwierigkeiten und ermöglichte mir, ein erweitertes Bild von Autismus zu erarbeiten.
Aktuell arbeite ich in der Frühförderung mit Kindern aus dem Spektrum, was mir große Freude bereitet. Schwerpunkte meiner Arbeit bilden Übungen zur Rückbildung frühkindlicher Reflexe, die spiegelnde Interaktion als Grundlage zur Anbahnung von Kommunikation und Sprache, und die Erarbeitung lebenspraktischer Fähigkeiten.
Basierend auf meiner Forschungsarbeit über Autismus und Spracherwerb ‚Warum Verben grün sind‘, entwickle ich mein Vortrags- und Weiterbildungsangebot.
Meine Qualifikation beruht auf langjähriger praktischer Erfahrung und fundiertem theoretischen Wissen – beides gebe ich sehr gerne an Sie weiter!